Mein Herzbube Socke - Pudelzucht vom Kaltenbrunner Forst

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:




Diese Seite widme ich einzig und alleine meinem kleinen Liebling "Socke"

I am Socke vom Kaltenbrunner Forst
geboren 24. März 2011  -  gestorben 16. Dezember 2015
Socke kam reaktionslos zur Welt. Keine Bewegung, kein Quäken, wie jeder andere Welpe. Er hing wie tot in meinen Händen. Nach viel Rubbeln und Massage endlich ein schwaches Lebenszeichen. Bei dem kleinen Kerlchen war die Nabelschnur direkt an der Bauchdecke abgerissen und mein erster Gedanke war, er wird wohl verbluten..... Er war auch sehr, sehr schwach. Zu schwach, um zu saugen. Bei seinem Geburtsgewicht von 100 Gramm (für einen Zwergpudel sehr wenig) waren seine Chancen zu Überleben sehr gering. In diesem Wurf war noch ein anderer schwacher Welpe mit dem gleichen Gewicht. Der starb im Alter von drei Tagen, obwohl ich die Beiden ein bisschen zugefüttert hatte. Damit sich das nicht wiederholt, habe ich beschlossen, Socke nun alle 2-3 Stunden zu füttern. Da er immer noch so schwach war, habe ich ihn mit einer Pipette gefüttert, immer 1 ml.  Damit seine Verdauung in Schwung kommt, habe ich ihn nach dem Füttern seiner Mama vorgelegt, damit sie ihn putzen kann.

Ob das ein fataler Fehler von mir war, konnte mir später kein Tierarzt sagen. Socke bekam mit 5 Tagen eine ganz schlimme Nabelentzündung. Das war´s dann, so dachte ich. Gleich zur Tierärztin, wo er eine Minidosis Antibiotika bekam und Salbe. Damit die Mama ihm nicht noch mehr Bakterien in seine Entzündung lecken konnte, habe ich ihn komplett vom restlichen Wurf getrennt. Von da an lebte Socke in einer Socke, die mit Sicherheitsnadeln in meinem Ausschnitt befestigt war. Nachts lag er bei mir mit im Bett. Und ich habe ihn nicht zerdrückt. Hat wohl mit den Mutterinstinkten zu tun. Nun habe ich konsequent alle 2 Stunden, Tag und Nacht, den kleinen Mann mit der Pipette genährt. Und natürlich dann auch nach jeder Mahlzeit Bauch und Popo massiert, damit er keine Bauchschmerzen bekommt. Das war manchmal sehr aufwendig, vor allem in der Nacht, wenn er ewig kein Häufchen absetzen wollte. Aber wenn ich nicht durchgehalten habe, war es beim nächsten Mal um so schlimmer und er schrie, wie am Spieß, bis das Würstchen endlich heraus war. So habe ich teils eine Stunde gebraucht, bis ich wieder ins Bett kam, um dann eine Stunde später wieder aufzustehen für die nächste Pipette. Ganz langsam steigerten wir uns auf 2 ml. Egal was ich machte, immer war mein Wecker gestellt, damit ich mein Sorgenkind nicht mal vergesse.
Socke bei seiner besten Freundin Arielle
Als Söckchen fünf oder sechs Wochen alt war, hatte ich erst das Gefühl, dass wir es geschafft hatten. Da konnte er dann auch schon mit dem Sauger sein Fläschchen trinken. Seine Geschwister haben zu der Zeit schon fleißig von der Schüssel gegessen und sind auch schon lange herumgelaufen. Mein Kleiner nicht. Als er sechs Wochen alt war, habe ich ihn dann auf seine Beinchen gestellt und ihm das Laufen beigebracht. In all den kritischen Wochen hat sich mein ganzes Leben um meine beige Socke bez. deren schwarzen Inhalt gedreht, Socke hinten, Socke vorne, und als er einen Namen brauchte, war schnell klar, dass er einfach Socke heißen musste. Da es der I-Wurf war, dann eben "I am Socke".



Socke teilte Tag und Nacht mit mir. Immer. Sein ganzes Leben lang. Er hatte sein eigenes Bett. Irgendwann wollte er nicht mehr unter meiner Decke, in meinen Armen schlafen. Es war ja dann auch Sommer und ihm zu warm. So nahm er Herrchen´s Bett in Beschlag. Er ging auch jeden Tag mit mir in den Hundesalon. Er war zu meinem Schatten geworden.

Als Socke acht Wochen alt war, gab es dann die ersten Fotos von ihm. Dieses ist wohl eines der ersten Bilder.
Mit seinem großen Bruder Il Mondo
Ende November hatte er plötzlich im Salon eine Art epilleptischen Anfall. Ich bin dann mit ihm in die Tierarztpraxis zur Untersuchung. Die Blutwerte waren nicht in Ordnung, er bekam Antibiotika und zwei Tage später wurde ein Ultraschall von seinem Bauchraum gemacht. Unsere Tierärztin war gar nicht glücklich mit ihrem Befund und schickte uns dann noch in die Tierklinik. Aber auch dort bekamen wir den gleichen Befund: Schrumpfnieren.  Keine Heilung. Kam das von der Nabelentzündung??? Ist es meine Schuld, weil ich den Kleinen von seiner Mama habe ablecken lassen??? Diese Selbstvorwürfe konnte ich nie, bis heute nicht, ablegen.
Im Februar 2012 fuhr ich mit ihm nach Bad Kissingen in eine Klinik, wo eine Nierenbiopsie gemacht werden sollte, damit wir den Befund absichern konnten. Der Arzt sagte mir gleich ganz deutlich, dass er dabei auch sterben kann, sollte es zu einer Nierenblutung kommen. Und Socke wäre nicht Socke, wenn er das nicht auch mitgenommen hätte. Ich habe nach einer Weile nur noch gesehen, wie sie meinen Schatz aus dem OP eiligst davon getragen haben. Der TA kam zu mir und erklärte mir, dass der Fall der Einblutung geschehen ist. Er wird jetzt an den Tropf gehängt und es würde alles für ihn getan, aber es kann durchaus sein Ende bedeuten. Auf jeden Fall muss er stationär bleiben.  Ich könnte gerne noch einmal zu ihm und Abschied nehmen. Also kniete ich mit Trännen in den Augen vor seinem Käfig und streichelte ihm tausendmal seinen Kopf. Unser großer Doggenrüde Toni war mit mir gefahren und lag nun hinter mir in der "Intensivstation". socke´s Körpertemperatur lag nur noch bei 35 Grad. Langsam erwachte er aus der narkose und machte die Augen wieder auf. Er war ganz schwach, aber er leckte meine Tränen von den Fingern. Es war so schlimm für mich. Nach zwei Stunden bin ich dann gegangen. Der TA sagte, wenn seine Temperatur in den nächsten 15 Minuten nicht ansteigen würde, käme er in den Inkubator.
Mein kleiner Kämpfer überlebt...........Leider bekam er im zarten Alter von 11 Monaten die Diagnose mit auf den Weg, dass seine Lebenserwartung bei ca. 2 Jahren liegen würde. Die einzige Medizin war Antibiotikum und Cortison, was er ein halbes jahr bekommen hat. Das Cortison führt  nach einiger Zeit zu starkem Haarausfall. Obwohl er so kräftig behaart war, konnte man dann die Haut durchschimmern sehen. Seine Nahrung bestand ausschließlich aus Diätfutter, was er aber ganz brav benommen hat. Er war auch so verständlich, wenn die Anderen ein Leckerli bekamen und er nicht und ich zu ihm sagte: das ist Gift für mein Socki. Denn ging er anstandslos weg, ohne lange zu betteln. Er war so lieb.
Socke mit seiner Mama
Dream Vision Arancha

Hier sieht man schon, wie sein dicker Puschelschwanz durch das Cortison abgehaart ist.
Nach dem Absetzen von Antibiotica und Cortison ist sein Fell wieder gut nachgewachsen.


Als wir im Oktober 2014 nach Paraguay ausgewandert sind, Socke war inzwischen 3,5 Jahre als, brach es mir fast das Herz, als ich ihn in die Transportbox setzen musste und wir über viele Stunden getrennt waren. Aber ich wollte ihn auch nicht während des langen Fluges in eine winzige Tasche stecken, damit er im Passagierraum fliegen konnte. Alle meine Hunde haben den Flug super überstanden. und nun fing ein neues Leben an, ohne Arbeit, ohne Streß, nur WIR. Ich spielte oft mit Socke mit seinem heiß geliebten "Sportgerät", einer Frisbeescheibe. Ganz aufgeregt bellend ist er gehüpft, wenn ich das "Sportgerät" nur in die hand genommen habe. Da ist er immer voll drauf abgefahren. Es war so goldig, wenn er dahinter her geflitzt ist und dann ganz stolz sein Frisbee gebracht hat. Überhaupt hat er so gerne gespielt, egal ob Beutespiele mit dem Spieltau oder Balli oder Frisbee......
Wir haben eine ganze Menge an Diätfutter mitgebracht, da wir nicht wussten, ob wir dort etwas bekommen würden.......Es war zwar aufwendig, aber auch in Paraguay gibt es Spezialfuttermittel. Dennoch haben wir ihm Nachschub aus Deutschland schicken lassen, weil er damit eben gut klar kam.
Im November 2015 bemerkte ich, dass er anfing, am Essen herum zu mäkeln. Anfangs dachte ich mir noch nichts böses dabei.
Am Samstag, den 12. Dezember, verweigerte er vollständig sein Futter und mochte auch nicht mit spazieren laufen. Er blieb einfach stehen. Etwas verärgert nahm ich ihn an die Leine. Am nächsten Morgen das Gleiche. So nahm ich ihn auf den Arm und trug ihn aus der direkten Sonne. Im Schatten ließ ich ihn laufen.
Aufnahmen vom 15. Dezember

Ich entschied, am Monatag gleich mit ihm nach ASU zum Tierarzt zu fahren. Es ging ihm zusehends schlechter. Der TA nahm Blut und er wollte mir den Befund zumailen. Am Dienstag ging es ihm schon richtig schlecht und wir wussten beide, dass unser gemeinsamer Weg zu Ende geht. Er hatte dicken Schleim im Schnäuzchen und Durchfall. Unsere letzten beiden Nächte verbrachten wir so, wie unsere Anfänge, eng aneinander gekuschelt. Ich telefonierte am Dienstag nachmittag mit dem TA in ASU, weil ich nicht mehr warten konnte auf seine Mailnachricht. Er bestätigte das, was ich eigentlich schon wusste. Gemeinsam entschieden wir, dass es für meine kleine Schatz das Beste wäre, ihn gehen zu lassen.
Am Mittwoch, 16. Dezember, nach einer tränenreichen Nacht, traten wir unsere letzte gemeinsame Fahrt nach Asu an. Auf meinem Schoß liegend schmiegte er sich an mich. er hat so gern gelebt........
Um 10.30 Uhr betrat er die Regenbogenbrücke. Er war so stark................
Mach´s gut, mein kleiner Held, ich vermisse dich so sehr. IMMER, wenn ich an dich denke, kommen mir die Tränen.

Socke bekam ein Grab auf dem Hundefriedhof hier auf der Farm. Mirtha hat ihm einen Rosenstrauch gepflanzt und andere Blümchen. Ich habe ihm ein Herz aus weißen und bunten Steinen auf sein Grab gelegt.

RIP - Socke, mein kleiner Schatz


Steh nicht an meinem Grab und weine.
Ich bin nicht dort. Ich schlafe nicht.
Ich bin wie tausend Winde, die wehen.
Ich bin das diamantene Glitzern des Schnees.
Ich bin das Sonnenlicht aus reifendem Korn.
Ich bin der sanfte Herbstregen.
Wenn Du aufwachst in desMorgens Stille,
bin ich der flinke Flügelschlag friedlicher Vögel im kreisendenFlug.
Ich bin der milde Stern, der in derNacht leuchtet.
Stehe nicht an meinem Grab und weine,
ich bin nicht dort. Ich bin nicht tot.
 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü